Nioh – Erste Eindrücke und Gameplay-Material

Beim damaligen Spielen der Demo war ich noch zwiegespalten ob Nioh mir gefallen würde. Trotz eiserner Erfahrung und dem Wandern durch das Tal der Soul´schen Schmerzen unzähliger grausamer Tode, kam ich bei der Nioh Demo nicht über 5-6 Gegner hinaus. „Unfair“ rief ich, „Inbalanced“ wütete ich, „eine schlechte Souls-Kopie“ entschied ich…und ich irrte mich.

Gestern stürzte ich mich doch wagemutig und jungfräulich in das veröffentlichte Game und wurde durchwegs überrascht. Der Einstieg erfolgte, nicht wie in der Demo direkt in Japan, ohne Plan und direkt konfrontiert mit Gegner des One-hittigen-Todes, sondern direkt erstmal im Kerker des Tower of London.
Die ersten Kämpfe waren für einen Einstieg angemessen und gut balanciert, das Gameplay wie ein scharfes Nodachi durch heiße Butter gleitend. Anhand etlicher Details in der Menüführung und den Ausrüstungsmenüs und dem Keymapping wird direkt klar, dass Koei Tecmo bzw. Team Ninja ganze Arbeit geleistet hat und wichtiger noch, sich Gedanken gemacht haben darüber wie man bei dem schnellen Pacing, dass Nioh an den Tag legt, eine intuitive und intelligente Oberfläche integriert, die unterstützt statt zu nerven.

Im 1 1/2 stündigen Livestream gestern ging es vom Tower of London nach Japan, mit einem Zwischenstopp in einem Dojo, dessen Artwork rundherum jeden japano-philen Gamer das Herz aufgehen lässt.
Geistbegleiter, eine große Auswahl an Waffen, faire Drops, Magie, ein Soundtrack der stimmig im Hintergrund dahin fließt und ein schnelles und taktisch forderndes, aber nicht zu komplexes Kampfsystem, welches spektakuläre und interessante Kämpfe ermöglichen wird.

Wenn wir schon von Kämpfen sprechen, ja sie sind stellenweise fordernd, aber nicht so dermaßen gnadenlos wie in der Souls-Reihe, inkl. Bloodborne. Während man in diesen i.d.R. in einer Stunde zu Beginn mindestens einmal den Göttern begegnet, ist Nioh zumindest bisher weitaus weniger gnadenlos und lässt Raum für Fehler. Dennoch muss man sich im Kampf bei jedem Gegner konzentrieren und es ist notwendig ein ordentliches Movement, Timing-Verhalten und Ausdauermanagement (hier genannt Ki) an den Tag zulegen.

Das Release straft meine damalige Ersteinschätzung auf Basis der Demo also Lügen und ich bin froh, dass KOEI TECMO und TEAM NINJA fernab von seichter „Dynasty Warriors Geschnetzel-Gemetzel Titel“ auch noch solche Perlen aus dem Bits-und-Bytes-Äther hieven können, um uns Gamer das Leben zu versüßen.

Sicher hat Nioh ein paar wenige Mankos, wie z.B. eine „abprallende Kamera“ in sehr engen Gängen und ich habe ein, zweimal sporadisches Clipping bemerkt, aber das sind Elemente die leicht zu patchen sind. Die entscheidenden Punkte wurden vorbildlich umgesetzt. Überzeugt euch selbst auf meinem Kanal davon oder besser noch, holt euch den Titel – meinerseits hat dieser eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Hier gehts zur Aufzeichnung des Live-Streams vom Release-Tag: Nioh Live-Stream

VrKirito

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